Das österreichische Fucking - von Susann Kinghorn
Swakopmund (sk) - In einem kleinen gallischen – pardon, österreichischen - Dorf rebellieren die Einwohner gegen die römischen Besetzer – pardon, die britischen Touristen- , die regelmäßig ihre Dorfschilder stehlen. Das aus 32 Häusern bestehende Örtchen in der Nähe von Salzburg heißt nämlich Fucking. (im Österreichischen ausgesprochen wie Fuhking, im Englischen.....nun ja!). Touristenführer Andreas Rehmüller meinte dazu: ,,Es sind lediglich die englischsprachigen Touristen, die auf die Fucking-Schilder fixiert sind. Die deutschen Besucher möchten normalerweise das Mozarthaus in Salzburg sehen, und die Amerikaner interessiert der Film ,The Sound of Music” , der 1965 um Salzburg herum gedreht wurde. Ab und zu verirrt sich ein Japaner hierher, der den Geburtsort Adolf Hitlers in Braunau inspizieren möchte, Aber für die Briten geht es hier nur um Fucking.” Polizeichef Schmidtberger hatte es jedenfalls satt, dass Besucher der britischen Insel sich über die Schilder amüsierten und sie - mit Schraubenzieher und sonstigen Werkzeugen bewaffnet - entfernten und ließ sie einzementieren: ,,Wir werden es nicht dulden, dass die Fucking-Schilder einfach verschwinden. Die Briten mögen sie amüsant finden. Für uns ist Fucking einfach Fucking. Wo soll da der große Fucking-Witz sein?” Ein Vorschlag, Herr Schmidtberger! Warum lassen sie die Fucking-Schilder nicht en masse herstellen und verkaufen sie an die britischen Fucking-Besucher?
Friday 5 February 2010