Bundesregierung unterstützt Forschungsarbeit zu namibischen Artefakten in deutschen Museen

Das Auswärtige Amt hat Dr. Jeremy Silvester von der Museums-Vereinigung Namibias vom 6. bis zum 17. April zu einer Forschungsreise in drei deutsche Museen eingeladen, die im Besitz von Sammlungen an Artefakten aus Namibia sind. Der Besuch wurde vom Goethe-Institut im Rahmen des Besucherprogramms der Bundesrepublik Deutschland organisiert.
Dr. Silvester ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe ‘Africa Accessioned’, die vom Internationalen Komitee der ethnographischen Museen gegründet wurde. Das Projekt ‘Africa Accessioned’ wurde von Museumsmitarbeitern aus Namibia und Sambia ins Leben gerufen mit dem Ziel, Informationen über Objekte kulturellen Erbes, die sich in europäischen Museen befinden, zu sammeln.

 

 

Die Kuratorin des Stuttgarter Museums hält das namibische Artefakt mit Handschuhen fest.
Foto: Deutsche Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

 

 

 

Die Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglichte Dr. Silvester den Besuch des Linden-Museums in Stuttgart, des Deutschen Historischen Museums und der Sammlung des Ethnologischen Museums (beide in Berlin). Außerdem besuchte er das Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage (CARMaH) an der Humboldt-Universität.
Der Museenbesuch folgte einer Konferenz im Museum Fünf Kontinente in München, an der Dr. Silvester teilnahm und die von der Volkswagen-Stiftung unterstützt wurde. Dort diskutierten Museumsdirektoren und Akademiker über die Herkunft der Objekte, die von den Museen während der Kolonialzeit gesammelt wurden. Die Herkunftsforschung beschäftigt sich mit dem Ursprung eines Objektes, wie und in welchem Zustand es gefunden wurde und welchen Weg es zurückgelegt hat, um letztlich in einer Museumssammlung zu enden.

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